Teil 1: Großer Widderstein – einmal drum rum und oben drauf

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Umrundung des Großen Widderstein mit Gipfelaufstieg, 2.533 Meter

Der Wettergott meint es gut mit uns an diesem Morgen: Die Sonne lacht vom strahlend blauen Himmel, während wir frühstücken ist kein Wölkchen am Himmel zu sehen. Wir nehmen einen der früheren Busse, so dass wir um halb neun am Ausgangspunkt sind (Bushaltestelle Weiher, kurz vor Baad). Der Weg führt uns über die Breitach und dann wunderschön schattig durch lichten Wald hinein ins Gemsteltal.

Wir passieren mehrere Hütten und dann geht der Weg in Serpentinen steil bergauf und wir sind froh darüber, dass Wolken aufgezogen sind. Der Pfad ist wunderschön, Blumen in allen möglichen Farben leuchten auf den Wiesen, die Natur ist üppig und steht in vollem Grün.

Wir sind recht zügig unterwegs und werden dennoch von sehr eiligen Wanderern überholt.

Wieso rennen die den Berg hinauf? Wir lassen uns zunächst verleiten, das Tempo anzuziehen und stellen zum Glück sehr schnell fest, dass wir nicht auf der Flucht sind, sondern den Weg genießen dürfen.

An der Oberen Gemstelalpe, die sehr einsam und idyllisch liegt, gibt es leckere Buttermilch – auch „to go“. 

Hier teilt sich der Weg, links geht es zur Mindelheimer Hütte und dem Geißhorn, rechts entlang der grasbewachsenen Ausläufern des Widdersteins auf den Gemstelpass und es eröffnet sich uns ein atemberaubendes Panorama. In wenigen Minuten erreichen wir die Widdersteinhütte, die knapp über 2.000 Meter liegt und es beginnt der Aufstieg „für Geübte“ auf den Gipfel des Widdersteins.

Den nach oben strebenden Menschenmengen nach zu urteilen, gibt es nur geübte Bergwanderer.

Die Übernachtungsgäste des Widdersteinhauses sind früh am Morgen aufgebrochen und haben den Berg schon erfolgreich bezwungen, während wir Meter für Meter nach oben steigen und sogar ein kleines Schneefeld queren. 

Der Weg wird steiler und felsiger je näher wir dem Gipfel kommen, der Weg ist nicht immer deutlich zu erkennen – so manches Mal nehmen wir den direkten „Kletter-shortcut“. Nicht ganz ungefährlich, dafür mit hohem Funfaktor.

Als wir den Gipfel erreicht haben, ziehen dunkle Wolken auf, gute Aussicht ist anders

Hoffentlich hält das Wetter, bis wir wieder sicheren – sprich ebenen – Boden unter den Füßen haben. Wir gönnen uns nur eine kurze Rast und machen uns an den Abstieg. Der geht leichter als gedacht.

Allerdings scheint uns, dass sich so mancher Bergfreund etwas überschätzt hat und mit dem Abstieg schwer zu kämpfen hat. Nicht wenige lassen wir hinter bzw. über uns. Nach einer weiteren knappen Stunde sind wir wieder auf dem Rundweg um den Widderstein und die dunklen Wolken haben sich glücklicherweise verzogen.

 

Der idyllische Abstieg ins Bärgunttal beginnt

Der Pfad bringt uns über grüne Wiesen zunächst entlang des Sattels und dann verabschieden wir uns von dem herrlichen Bergpanorama und wandern hinunter ins Bärgunttal. Es geht steil aber gleichmäßig bergab und nach weiteren knappen zwei Stunden haben wir die Bärgunthütte erreicht, wo wir uns eine Einkehr erlauben. Hier gibt es leckere Fruchtbuttermilch und selbstgemachten Kuchen!

Noch weitere 45 Minuten und wir erreichen Baad, die Endhaltestelle des Walserbuses Nr. 4, der uns wieder zurück nach Mittelberg bringt.

Länge der Strecke: 16,2 km bzw. 8 Stunden mit Gipfel, ohne Gipfel 5 Stunden reine Gehzeit.

Höhenmeter: ohne Gipfel 900 hoch und runter, mit Gipfel 1.400 hoch und runter

Schwierigkeit: ohne Gipfel gut machbar für trittsichere und ausdauernde Wanderer, mit Gipfel nur für geübte, trittsichere und schwindelfreie Bergwanderer mit guter Kondition. Es geht 2 Stunden steil mit Kletterpassagen hinauf (und anschließend denselben Weg wieder hinunter)

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