Luxus in der Wildnis – nur der Hubschrauber wird teuer

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Von Kasese über Kilembe zum Sine Camp (Tag 4 von 12).

Zuckersüße Ananas, soooo lecker.

yami – frische Früchte

Das Frühstück überrascht, es gibt (natürlich) Eier und leckere frische Früchte. Wir bekommen einen Eindruck davon, wie Ananas, Mango und Banane wirklich schmecken. Früh werden wir zum Startpunkt unseres Rwenzoritrekkings gefahren, denn geplanter Abmarsch ist um 8 Uhr. Doch wir sind in Afrika, Planung und Realität sind nicht identisch. Tatsächlich passiert nämlich erst mal gar nichts, außer dass wir dumm rumstehen und nicht wissen, was los ist.  

Wir erfahren, dass uns zwei junge Australierinnen (Lina und Amy) begleiten werden, wir sind also eine Sechsergruppe. Dann das briefing, was wir brauchen, was wir haben, was wir noch ausleihen müssen. Während die Ausrüstung der beiden Mädels große Lücken aufweist, sind wir Europäer vorbildlich: alles dabei, alles in bestem Zustand – typisch deutsch könnte man sagen, wäre da nicht Jonas, der Österreicher.

Rettungsflug mit dem Helikopter: 10.000 $/Stunde

Marcus, Silke, Lina*, Amy*, Jonas* und Tobias* mit den Guides Robert, Joshua und Daniel sowie den persönlichen Trägern (* Namen geändert)

Die Rwenzori-Bergführer sichern sich ab, wir müssen in die (vertraglichen) Konditionen einwilligen, unsere eigene (physische und psychische) Kondition einschätzen und erfahren, dass wir im Falle einer Rettung mit dem Hubschrauber für jede Flugstunde 10.000  Dollar bezahlen müssen. Obwohl wir im Vorfeld nochmals unsere Versicherungen gecheckt haben, sind wir angesichts dieses Betrages nicht mehr sicher, ob Summen in dieser Höhe übernommen werden. Doch jetzt ist es zu spät, wer in den Rwenzori will, geht dieses Risiko ein und hofft, dass er gesund und mit eigener Kraft wieder rauskommt.

Ein mulmiges Gefühl bleibt zurück…

Endlich – am sehr späten Vormittag – ist unser Tross, bestehend aus drei Guides, 18 Trägern und uns sechsen komplett und wir tauchen ein in den Regenwald, betreten ein Gebiet mit einer unfassbaren Vegetation, mit einer extrem hohen Luftfeuchtigkeit und ohne Regen – juhu! Ein Chamäleon kreuzt unseren Weg, Affen können wir sehen und Ameisen versuchen uns zu beißen. Der Weg ist anstrengend aber nicht zu herausfordernd. Das lässt hoffen, dass ich die Tour schaffen werde.

Der erste Tag auf dem Weg zum Regenmacher

Am Nachmittag erreichen wir unser erstes Camp auf fast 2.600 Meter Höhe. Feste Hütten und Stockbetten mit Matratzen und Buschtoiletten erwarten uns. 

Das ist purer Luxus, damit hatten wir nicht gerechnet.

Ein klarer, eiskalter Wasserfall lädt zur Katzenwäsche ein, noch nehmen wir das Angebot gerne an. Mit zunehmenden Tagen in der Wildnis wandelt sich auch das Sauberkeitsempfinden. 

Unsere Kochmannschaft verwöhnt uns mit einem XXL-Dinner am Lagerfeuer und als wir alle in unseren Schlafsäcken liegen, singt uns Lina mit einem australischen Gute-Nacht-Lied in den Schlaf.

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