Urlaub in Kenia und keinen Stress bei der Einreise

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Beantragen vor Deiner Reise ein Kenia Visum

Einreisen ohne lange Wartezeit – das ist auch in Kenia möglich, wenn Du Dir Dein Visum bereits im Vorfeld von zuhause aus organisierst. Das geht ganz einfach – ohne dass Du Deinen Reisepass einschicken musst.

Wir haben recherchiert und mehrere Möglichkeiten ausprobiert und möchten Dich hier an unseren Erfahrungen teilhaben lassen.

Für die Einreise nach Kenia benötigst Du ein Visum, das Du ganz traditionell im Flughafen am Zielort bekommst. Du kannst zwischen verschiedenen Visumarten wählen, denn es gibt für die Länder Kenia, Uganda und Ruanda ein Ostafrikavisum. Das lohnt sich, wenn Du vorhast alle drei Länder zu bereisen – ohne zwischendurch ein anderes Land zu besuchen.

Willst Du ausschließlich nach Kenia, dann genügt das einfache Kenia Visum.

Der übliche Prozess läuft folgendermaßen ab: nach der Ankunft findest Du Dich mit den anderen Passagieren des Fluges vor einem viel zu kleinen Self-Service-Desk ein, um mit nicht vorhandenen Kugelschreibern den viel zu klein gedruckten Visa-Antrag auszufüllen.

Erst mal die Brille suchen – wo habe ich die vorher im Flieger nur hingesteckt?

Natürlich hast Du die Adresse Deines Hotels bzw. der Unterkunft vergessen und musst wieder in den Untiefen Deines Rucksacks nach den Daten forschen. Glück gehabt – gleich das richtige Stück Papier erwischt. Leider hast Du bei dieser Aktion Deinen Reisepass in den Rucksack gesteckt, so dass Du ein zweites Mal den Inhalt Deines Handgepäckstückes durchwühlst….

Nachdem Du dann endlich das Formular vollständig ausgefüllt hast, ist die Schlange vor dem Zahlschalter schon bedenklich lang geworden und der fröhliche kenianische Angestellte hat die Ruhe weg: Pole pole – immer schön langsam, nur kein Stress.

Das kennen wir ja noch von unserer Ruwenzori-Reise.

Endlich bist Du an der Reihe und darfst deinen Reisepass sowie den Visaantrag abgeben – denkst Du.

Denn tatsächlich kannst Du lediglich Deine Dollarnoten loswerden, um eine Bestätigung über den Zahlungseingang zu erhalten, mit dem Du Dich dann in der mehr oder weniger geordneten Reihe vor dem nächsten Counter anstellst.

Auch hier geht es langsam voran – je nach Uhrzeit sind nicht alle Schalter besetzt und die Kenianer arbeiten gewissenhaft: Das bedeutet nicht nur Kontrolle des Reisepasses, sondern auch Gesichtserkennung und Aufnahme der Fingerabdrücke in vier Schritten: rechter Daumen, dann die restlichen vier Finger der rechten Hand, anschließend linker Daumen und die restlichen vier Finger der linken Hand. Und nicht immer funktioniert die Fingerabdruckerkennung gleich beim ersten Mal. Hakuna Matata – kein Problem. Machen wir es halt ein zweites Mal. This is Africa….

Nach einer gefühlten Ewigkeit hast Du es schließlich geschafft: Du bekommst Deinen Reisepass mit dem ersehnten Stempel der Aufenthaltsgenehmigung zurück und darfst am Gepäckband Deinen Koffer einsammeln.

Du kannst den Prozess abkürzen, indem Du bereits im Vorfeld ganz bequem von zu Hause aus ein E-Visa beantragst.

Dazu brauchst Du nicht mal Deinen Reisepass einschicken, es genügt die Angabe Deiner Daten.

Wir haben gute Erfahrungen mit der Beantragung eines Kenia E-Visa gemacht. Die zugesagten Vorteile eines direkten Ansprechpartners in Deutschland und die schnelle und kompetente Beratung können wir bestätigen. Die Höhe der Bearbeitungsgebühr hält sich dabei in Grenzen und ist völlig gerechtfertigt. Bei mir hatte sich ein Druckfehler in meinem E-Visum eingeschlichen, der Ansprechpartner hat sich sofort um Korrektur bemüht und ich hatte innerhalb einer Woche das neue E-Visum. Ein weiterer Vorteil: das Antragsformular für das Visum ist auf deutsch und Du bekommst das Einreiseformular gleich zugeschickt, so dass Du es ganz gemütlich in aller Ruhe zu Hause ausfüllen und im Flughafen in Nairobi direkt zum E-Visa-Schalter durchgehen kannst. Somit ersparst Du Dir die Suche nach Brille, Hoteladresse und Kugelschreiber.

Einzige Herausforderung: Du musst den Reisepass, das E-Visa und das ausgefüllte Einreiseformular bereithalten. Das mit den Fingerabdrücken bleibt Dir allerdings nicht erspart.

Alternativ kannst Du das E-Visa auch direkt bei der kenianischen Regierung beantragen. Hier entfällt die Bearbeitungsgebühr und leider auch der direkte Ansprechpartner. Wer der englischen Sprache nicht mächtig ist, kommt mit der Internetseite nur schwer zurecht. Du musst Dir einen persönlichen Account einrichten und dich anschließend durch das Onlineformular arbeiten. Die Zahlung der Visumgebühr erfolgt per Kreditkarte danach heißt es warten. Es geht allerdings erstaunlich schnell, zwei Tage später konnte Marcus sein E-Visa herunterladen.

Zusammengefasst lässt sich festhalten, dass die Einreise nach Kenia seit der Einführung des E-Visa im Jahre 2015 sehr einfach geworden ist und es sich lohnt, dieses bereits im Vorfeld zu organisieren.

Wir sind um kurz nach 4 Uhr morgens in Nairobi gelandet und waren trotz 20 minütiger Taxifahrt um 5 Uhr – also knapp 60 Minuten nach Landung – im Hotel. Genauso lange haben wir nach dem Rückflug im Flughafen Frankfurt am Gepäckband gestanden und auf unsere Taschen gewartet. Alles ist relativ.

Pole pole, karibu Ujerumani – Immer mit der Ruhe, willkommen in Deutschland.

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